Geschichten aus dem neuen zu Hause

Wir haben endlich unser zu Hause gefunden. Und das ist so toll, dass wir es in die Welt hinausschreien könnten. Und für alle, die diese Freudenschreie nicht gehört haben, hier unsere Geschichten:

 

Peugeot, jetzt Benni



Liebe Frau Schlor,

lange hatte ich versprochen, einmal Neues von Peugeot hören zu lassen und zu erzählen, wie es ihm im neuen Zuhause so geht.
Leider ging hier vieles Drunter und Drüber in den letzten Wochen, so dass ich erst heute dazukomme, mich einmal bei Ihnen zu melden.

Zuerst einmal, Peugeot heißt jetzt Benni.
Und mir ist es ein vollkommenes Rätsel, wie man solch ein Traumkaninchen
überhaupt abgeben konnte.
Benni schmust für sein Leben gern mit Menschen, ist neugierig ohne Ende
und muss deshalb überall dabei sein.
Sieht man im Wohnzimmer fern, ist Benni dabei, geht man ins  Schlafzimmer, läuft Benni hinterher. Öffnet man den Kleiderschrank, sitzt Benni schon drin.
Er läßt sich durch nichts erschrecken und ist ein einfach nur ein lieber, sanfter und aufgeweckter kleiner Mann.

Mit seiner Patty, zu der Benni kam, um ihr nach dem Tode unseres
11-jährigen Leon Gesellschaft zu leisten, lief es zunächst gar nicht gut.
Benni war anfangs neugierig - was auch sonst - doch Patty war eine arge
Zicke und ging sofort auf den armen Benni los. Dadurch hatte Benni dann
nur Angst vor Patty. Zum Glück aber siegte die Neugier und er machte immer wieder Annäherungsversuche.
Da meine Kaninchen ja frei in der Wohnung leben, Patty aber nicht über
Laminat ging, konnte sich Benni immer wieder zurückziehen und später
einen neuen Versuch wagen.
So dauerte es sicher 2 Wochen, bis Patty und Benni erstmals gemeinsam
fraßen und bestimmt nochmals eine Woche, bis das erste Mal Zärtlichkeiten ausgetauscht wurden.
Zuletzt waren die beiden so weit, dass geschmust wurde, sobald aber
Patty die Nase voll hatte, wurde Benni vertieben.

Leider starb meine Patty recht plötzlich Anfang Juli 2014.
Damit Benni nicht lange alleine bleiben sollte, holten wir bald darauf aus einem nahegelegenen kleinen Tierheim wieder eine Hasendame für Benni.
Diesmal erwischten wir mit Bambi jedoch keine Zicke für Benni, sondern
eine Panikmaus. Sie hat schreckliche Angst vor Menschen und anfangs
flüchtete sie auch vor Benni.
Benni konnte so aber seinen tollen Charakter zeigen und blieb hartnäckig, aber sehr lieb und sanft mit Bambi. Nach mittlerweile 2 Wochen war ein Nase-schnuppern und ein kurzes Ablecken das Höchste der Gefühle.
Das braucht sicher noch viel Geduld.
Nun kamen uns jedoch erneut kleine "Schwierigkeiten" dazwischen, weshalb wir Benni von Bambi trennen mussten.
Völlig überraschend bekam Bambi letzten Sonntag nämlich zwei
Kaninchenkinder. Da hatten wir uns eine trächtige Hasendame "angelacht".
Um Mutter und vor allem die Babys nicht zu gefährden, mussten wir nun
Benni und Bambi trennen. Bambi wohnt im Zimmer meiner Meerschweinchen
(dort hat sie ihr Nest gebaut) und Benni gehört der Rest der Wohnung.
Dafür, dass Benni früher wohl hauptsächlich alleine in einem Käfig saß, ist er mittlerweile sehr ungehalten, wenn Türen geschlossen sind und er nicht hineindarf.

Wie es mit unserer nun plötzlich vierköpfigen Kaninchenfamilie weitergehen wird, wissen wir noch nicht. Da bleibt vor allem einmal abzuwarten, was für Geschlechter die beiden Babys haben.
Aber ich bin sicher, Benni wird ein super Hasenonkel werden. Bisher zeigte er sich hier wirklich nur von seiner besten Seite.
Und er ist ein Kaninchen, das sich innerhalb kürzester Zeit in unsere Herzen geschlichen hat und den wir sicher nicht mehr hergeben werden.

Vielen Dank an die Tierhilfe, dass jetzt ein so toller Kaninchenmann bei uns wohnen darf.
Und einen besonderen Dank auch an die Pflegefamilie, die ihn so liebevoll pflegte!

Anbei ein paar Fotos von Benni - leider ist es nicht so leicht, den kleinen Kerl zu fotografieren, denn natürlich ist Benni viel zu neugierig und muss sofort erkunden, was man denn da für ein komisches Ding in der Hand hat.

Liebe Grüße aus Fürth
Stephanie Mayer







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