
Am Abend des 23. Mai erreichte mich als Vertreterin der Tierhilfe Franken folgender Anruf:
Am anderen Ende war eine aufgeregte Frau, welche mit dem Auto von Nürnberg zu ihrem Wochenendgrundstück Nähe Hersbruck unterwegs war. Auf dem Fußweg neben der B14 wurde sie auf einen Mann aufmerksam, der seinen Hund, welcher offensichtlich nicht mehr konnte, mehr oder weniger hinter sich herschleifte.
Beherzt hielt sie an um sich die Sache
näher anzuschauen. Der Mann war ein angetrunkener Penner; der
riesengroße, alte Hund ein Bild des Jammers und des Elends:
Die Pfoten und die Ballen blutig und wund bis auf`s rohe Fleisch, die
Gelenke der Hinterläufe vom Hinterherziehen blutig und offen. Die
gesamte Augenpartie eigroß entzündet und vereitert.
Nach einigen Sätzen überließ er ihr den
Hund und lief weiter. Sein Ziel war Regensburg. Sofort wurde der Hund
„Peter“ tierärztlich versorgt. Dieser war völlig ausgetrocknet und
trank
riesige Mengen an Wasser.
Als ich das Tier das erste Mal sah, war ich geschockt.
Dieser arme, alte, große, schwarze Hund war in der Konstitution und vom
Zustand das Schlimmste, was ich in meiner 10-jährigen
Tierschutzlaufbahn gesehen habe:
Die Haut von Räude gezeichnet, teilweise offen und kahl. Totaler
Muskelschwund an den Hinterläufen mangels schlechter Ernährung.
Selbst mein Kettenhund, welchen ich im Alter von 14 Jahren übernahm war
damals besser beieinander.
Ein solches Bild sieht man sonst nur in Ost- oder Drittländern.
Glücklicherweise fand man zusammen mit der mutigen Finder- und Helferin eine Lösung, daß der liebevolle, alte Hund in den Sommermonaten auf dem Grundstück samt Wochenendhaus vorerst bleiben kann. Eine tägliche Versorgung aus dem örtlichen Bekanntenkreis und dem Umfeld des Vereines wurde organisiert.
Nach einer Woche, kann eine erste
kleine positive Bilanz gezogen werden. Die offenen Stellen heilen, wenn
auch langsam.
Die Lebensfreude in seinem Kopf kann man spüren.
Jeder der ihn bisher kennen lernte ist hin und weg, wie Peter kämpft
und welche positive Energie vom ihm ausgeht.
Ich will leben - so ist das Lachen der alten Zähne und das Schwanzwedeln zu interpretieren, wenn man ihn anspricht oder streichelt. Überglücklich liegt er im gemähten Rasen und zeigt den Anwesenden seinen kahlen Bauch.
Peter pinkelt breitbeinig wie ein Mädchen; dazwischen versucht er wie ein echter Mann das Bein zu heben, was mangels Kräften meist nur für Sekunden gelingt.
Sie müssten ihn sehen!
Wir wünschen uns für Peter eine kleine finanzielle Unterstützung, oder eine Patenschaft. Die Vermittlung von „Peter“ wird mit Sicherheit sehr schwer.
Das Ziel der Tierhilfe Franken e.V. ist
es dem alten Buben, welcher es unserer Meinung nach verdient hat,
beste Behandlung, Arznei, Nahrungsergänzung und Futter zukommen zu
lassen.
Die erste Woche war sehr kostspielig, doch wir, und hoffentlich auch
Sie, sind der Meinung, dieser alte, treue Bube hat es verdient, noch
einmal die Sonnenseite des Lebens kennen zu lernen und mit seinen
geschätzten 12-13 Jahren sein Gnadenbrot zu genießen.
Bedenken Sie bitte, der Gesundheitszustand so eines geschundenen, alten Tieres kann immer von Heute auf Morgen kippen.
Doch wenn medizinisch und von der Ernährung möglich, möchten wir helfen, so lange Lebensfreude und Lebensqualität in Seele und Körper vorhanden sind.
Nur 2% des Gesamtspendenaufkommens in Deutschland gehen an den Tierschutz. Wir arbeiten alle ehrenamtlich ohne Erstattung irgendwelcher Auslagen und öffentlicher Unterstützung. Zur Zeit befinden sich annähernd 40 Hunde und 20 Katzen in unserem Bestand.
Helfen Sie bitte einem regionalen Schicksal.
Ihre Tierhilfe Franken e.V. bedankt sich im Voraus für Ihre Zuwendung.
Ihre Carmen Baur mit Team
Möchten Sie mein Pate werden?
Bitte dieses Formular
hier
ausdrucken und an meine Helfer schicken.
Vielen Dank im voraus sagt
Ihr Peter
Inzwischen ist aus Peter, wie man auf mehreren aktuellen Fotos unten sehen kann, ein wahrer Prachtbursche geworden. Er ist überglücklich.
Er darf bis zu seinem Lebensende bei der Tierhilfe Franken bleiben und die ihm verbleibende Zeit genießen.

(4. Juli 2008)
Seitdem geht es mit dem alten Kerl bergauf.
Die offenen Wunden heilen ab, die Augenentzündung ist zurückgegangen
und die Räudemilbe eingedämmt.
Bei seiner derzeitigen Pflegefamilie verputzt Peter jeden Tag drei
große Schüsseln mit hochwertigem Futter.
Reines Eiweiß und Nahrungsergänzungen tragen wieder zum Muskelaufbau
bei.
Schwanzwedelnd empfängt er in seinem Gartengrundstück jeden Besucher.
Beschäftigt man sich intensiv mit ihm, zeigt er seine Decken und seinen
flauschigen Korb, vergräbt die Schnauze darin und singt in den höchsten
Tönen.
Das müssten Sie erleben!
Schüttelt man seine Decke aus, ist Peter äußerst besorgt diese
wiederzubekommen. Er ist so verliebt in seine Decke.
Damit es weiter aufwärts mit ihm geht und er sein Gnadenbrot genießen kann, braucht die Tierhilfe Franken Ihre Hilfe – entweder mit einer einmaligen Unterstützung oder mit einer Patenschaft ab 5 Euro/Monat.
- Sie helfen einem regionalen Schicksal –
Neues
von Peter
(18. Juli 2008)
Als wir Peter das letzte Mal besuchen wollten, staunten wir
nicht schlecht: Der Hund war weg. Keine Minute später trottete Peter an
der Leine seines Pflegeherrchens zufrieden um die Ecke. Die beiden
kamen gerade vom Gassi gehen. Erstaunlich wie schnell sich Peter
inzwischen erholt hat. Sogar kurze Spaziergänge kann er schon wieder
unternehmen. Eine kleine Verschnaufpause aber hatte der Gute dann doch
nötig und so legte er sich zu einem kleinen Nickerchen auf seine
Lieblingsdecke. Das aber war nur von kurzer Dauer. Denn als später sein
Herrchen - die Leine in der Hand - zufällig an Peter vorbei ging,
glaubte der schon Spaziergang Nummer zwei sei an der Reihe, stand auf
und jaulte vor lauter Vorfreude in den höchsten Tönen. Gassi gehen
scheint wohl Peters neues Hobby zu werden.
- Sie helfen einem regionalen Schicksal –

(1. August 2008)
Zur Zeit macht Peter Urlaub - und zwar zu Hause bei seinem Pflegeherrchen in Königswinter. Dort fühlt sich der Vierbeiner mit seinen stolzen 15 Jahren sichtlich wohl. Jeden Morgen geht er mit seinem Herrchen zum Bäcker und holt Brötchen, als hätte er das schon sein ganzes Leben lang getan. Auch mit den beiden Katzen seiner Pflegefamilie hat Peter bereits Freundschaft geschlossen. Beim Frühstück sitzen die Drei nebeneinander und warten geduldig, ob nicht doch ein Stückchen Schinken für sie abfällt. In ein paar Wochen kehrt Peter dann noch einmal ins Stöppacher Ferienhaus zurück - mit seinem Pflegeherrchen versteht sich. Denn die beiden sind mittlerweile unzertrennlich. Aus diesem Grund hat sich die Pflegefamilie auch entschlossen, Peter zu behalten. Trotzdem bleibt der liebenswerte Vierbeiner der Vereinshund der Tierhilfe Franken, die auch weiterhin alle Kosten für ihn übernimmt. Paten und Spender sind dabei jederzeit herzlich willkommen. Bei Peters gesegnetem Appetit kann der Verein nämlich gar nicht genug Unterstützer haben.
Zwischenbericht
(21. August 2008)
Peter ist wieder für einige Wochen in seinem Feriendomizil in Stöppach. Zwar gefällt es ihm hier mit seinem Pflegeherrchen auch gut, doch in seinem Zuhause in Königswinter fühlt sich der betagte Vierbeiner noch um einiges wohler. Denn dort kann er gemütlich im Vorgarten liegen und die vorbeiflanierenden Damen begutachten. Doch auch in Stöppach genießt Peter sein Rentnerdasein - Hauptsache, sein Pflegeherrchen ist bei ihm. Dem sagt der Vierbeiner übrigens gerne einmal, wo es beim Spazierengehen lang geht. Im September gehen die beiden dann zurück nach Königswinter. Für Peter ist die bevorstehende Reise kein Problem. Im Gegenteil. Er lässt sich nämlich gern im Auto durch die Gegend kutschieren.

Die Tierhilfe Franken e.V. bedankt sich: Selbst unsere Kleinsten setzen sich für in Not geratene Tiere ein.
(02. September 2008)
Die zehnjährige Grundschülerin Elena M. hat vor einigen Wochen in der
Zeitung die traurige Geschichte von „Peter“, dem ehemaligen Hund eines
Obdachlosen gelesen und war tief berührt von dessen Schicksal.
Elena wusste: „Es soll nicht nur bei mitfühlenden Gedanken bleiben,
hier muss etwas unternommen werden!“ Auch wenn sie und ihre Familie
„Peter“ kein neues Zuhause geben konnten, wollte Elena anderweitig
helfen und aktiv werden. So beschloss die kleine Tierschützerin
kurzerhand bei der Tierhilfe Franken e.V. eine Spendendose für „Peter“
abzuholen und auf eigene Faust Spenden einzusammeln. Über den
Zeitraum von einigen Wochen erzählte Elena ihren Klassenkameraden,
Freunden, Bekannten, Nachbarn und vielen anderen Menschen „Peters“
Geschichte und bat um eine kleine Spende, damit er weiterhin sein erst
kürzlich gewonnenes Gnadenbrot genießen kann. So gelang es der
Grundschülerin schließlich, die Spendendose fast voll zu bekommen.
Bei einem gemeinsamen Treffen wurde die Dose dann an die
Tierhilfe Franken e.V. übergeben. Von dem Inhalt aus Elenas Spendendose
konnte inzwischen Futter und Nahrungsergänzungsmittel für „Peter“
angeschafft werden.Und wenn Elena „Peter“ nun so sieht: das Lachen
seiner alten Zähne,sein dankbares Schwanzwedeln, wenn sie ihn anspricht
und ihn
anschaut, wie er ihr überglücklich im Gras liegend seinen kahlen Bauch
als Aufforderung zum Streicheln entgegenstreckt, dann weiß die kleine
Tierschützerin: „Mein beherzter Einsatz hat sich wirklich gelohnt, auch
wenn ich eher schüchtern bin und manchmal ganz schön meinen Mut
zusammen nehmen musste, fremde Menschen anzusprechen!“
Am vierten Oktober ist Welttierschutztag, auch dann will sich
Elena weiter für in Not geratene Tiere engagieren und hofft, dass ihr
kleiner Beitrag (vielleicht auch bei anderen Schulkindern) möglichst
viele
Nachahmer findet.

Mit Peter geht es weiter bergauf. Sein Fell glänzt, sein Appetit ist ungebrochen und nichts geht ihm über einen kleinen Spaziergang mit seinem Pflegeherrchen Rainer. In ihm hat er ohnehin seine große Liebe gefunden. Rainers Frau hatte Peter damals das Leben gerettet und zur Tierhilfe Franken gebracht. Obwohl die für Peter in sämtlichen Zeitungen nach einem neuen Zuhause suchte, fand sich niemand, der die Verantwortung für das alte Tier übernehmen wollte. Schließlich erklärten sich Rainer und seine Frau bereit, die Pflege des alten Hundes zu übernehmen. Die Tierhilfe Franken trägt nach wie vor alle Futter- und Tierarztkosten. Rainer ist für Peter ein wahrer Glücksgriff. Er hat sein Pflegeherrchen derart ins Herz geschlossen, dass er kaum einen Schritt von Rainers Seite weicht, er fährt mit ihm im Auto und begleitet ihn sogar beim Einkaufen. Ende Oktober reisen sie dann nach Königswinter, wo sie gemeinsam den Winter verbringen.
Peter, da ca. 14 Jahre
alte Schäferhundmischling, befindet sich nun gut 3 Monate in der Obhut
der Tierhilfe. Wie berichtet wurde das geschundene Tier durch eine
beherzte Tierfreundin gerettet.
Ein angetrunkener Obdachloser verkannte damals die Situation seines
Hundes, welchen er vollkommen entkräftet und verletzt neben der B14
mehr oder weniger hinter sich herschleifte.
Schritt für Schritt heilten seine Wunden; die Räude wurde erfolgreich
behandelt und der Nachholbedarf an Fressen war groß. Lebensmut und das
Vertrauen in die Menschen kamen zurück.
Schwanzwedelnd begrüßt der alte Bube bei seiner Pflegefamilie jeglichen
Besuch, ob Mensch oder Tier.
Die Muskelschwäche in den Hinterläufen konnte durch hochwertige
Nahrungsergänzung eingedämmt werden. Die vereiterten Augen heilten ab.
Überglücklich genießt Peter sein Rentnerdasein in Stöppach.
Am liebsten macht er kleinere Spaziergänge mehrmals am Tag mit seinem
geliebten Pflegeherrchen oder fährt in dessen Auto begeistert mit.
Seine beiden Familienkatzen liebt Peter sehr.
Beim Frühstück sitzen die Drei oft nebeneinander und warten geduldig,
ob nicht doch ein Stück Wurst oder Käse für sie abfällt.
Dieser alte Hunde kann hoffentlich seinen sonnigen Lebensabend noch
lange genießen.
ÜBRIGENS: Nur 2% des Gesamtspendenaufkommens in Deutschland
gehen an den Tierschutz.
Unverständlich, wenn man bedenkt, was Tiere im Dienst für Mensch oder
Behörden als Polizei, Lawinen- oder Trümmerhunde leisten. Auch in der
Medizin und bei therapeutischer Betreuung sind z. B. Delphin, Hund und
Pferd unverzichtbar.
Alleine schaffte es auch ein tatkräftiger Tierschutzverein wie die
Tierhilfe Franken e.V. nicht, dauerhaft zu helfen.
Die Hilfe eines Jeden ist gefragt.
Spenden Sie noch heute.
Spendenkonto der Tierhilfe Franken e.V.: Sparkasse Nürnberg, BLZ 760
501 01, Konto-Nr. 54 97 011

Über den Winter bin ich ja bei meinem Pflegeherrchen in
Königswinter. Es geht mir hier gut, obwohl ich vor einigen Tagen ganz
schön Durchfall hatte. Die Magen-Darm-Grippe grassiert eben auch hier.
Mittlerweile ist bei mir aber wieder alles in Ordnung. Auch mein
Gewicht habe ich im Griff. Der Tierarzt sagte vor kurzem doch glatt,
dass ich ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen habe. Die sind jetzt
aber wieder abgespeckt - dank der täglichen Spaziergänge mit meinem
Herrchen.
Bei unseren Rundgängen treffe ich auch die ein oder andere Hundedame,
die ich natürlich gleich beschnuppere. Meine Lieblingshündin aber wohnt
in der Nähe von Hersbruck. Ich vermisse sie schon ein bisschen.
Ansonsten unternehme ich viel mit meiner Pflegefamilie. Sogar auf dem
Weihnachtsmarkt in Bonn war ich. Da war aber so viel los, dass wir alle
schnell wieder nach Hause sind. Dabei habe ich Menschen eigentlich ganz
gern. Hier in Königswinter kennt mich auch schon jeder. "Das ist doch
der Peter von der Tierhilfe Franken", sagen viele. Und wenn sie dann
noch schwärmen, was ich für ein tolles, glänzendes Fell habe, dann bin
ich richtig stolz und glücklich.
Euer Peter
Peters Pflegepapa berichtet

Peter im Schnee, der hier allerdings selten ist. Peter hat
sich im Schnee sehr wohl gefühlt, und hat "brav seine Runden gedreht".
Er sucht sich seine Routen immer selbst aus. Wenn ich den Eindruck
habe, dass er müde werden könnte, frage ich ihn, ob er zurück nach
Hause und zu Frauchen möchte. Wenn das der Fall ist, dreht er nach
einigem Zögern um und geht mit mir nach Hause. Wenn nicht, geht er noch
ein Stückchen weiter.
Wenn wir nach Hause kommen, werden seine Pfoten gründlich gesäubert.
Seine rechte hintere Pfote bekommt meist einen "Stiefel", weil er dort
eine Wunde hat, die gelegentlich aufbricht. Damit wird verhindert, dass
Salz oder Schmutz in die Wunde eindringen kann.
Sein großes Körbchen aus Stöppach hat er angenommen, und er geht von
selbst hinein.
Ein "Problem" ist sein Gewicht. Er wiegt ca. 46 - 47 kg. Für einen
Hovawart sind 48 kg ungefähr das Limit. Aber bis jetzt ist alles im
Lot, zumal er sehr kräftig gebaut und seine Muskulatur dank
ausgedehnter Spaziergänge ausgebildet ist. Er hat sozusagen sein
"Wohlfühlgewicht". Dabei ist er sehr selbstbewusst und zugleich
bescheiden und sehr, sehr anhänglich.
Mit all seinen Äußerungen zeigt er, dass er sich sehr wohl fühlt. Wenn
ich ihn frage, ob er Gassi gehen will, antwortet er mit einem Bellen
(das heißt: ja), oder er gähnt und legt sich wieder hin (das heißt:
nein). Natürlich hat er seine festen Zeiten, aber manchmal bin ich mir
nicht sicher, ob er Lust auf einen Spaziergang hat, und dann frage ich
ihn. Dasselbe gilt für seine Mahlzeiten. Auch hier antwortet er auf
Befragen mit einem Bellen oder auch nicht.
Peter macht uns sehr viel Freude. Er ist auch ein richtiger Wachhund,
was leider nicht verhindert hat, dass bei unserem Nachbarn eingebrochen
worden ist. Aber da waren wir gerade auf einen unserer Rundgänge.


Im Januar habe ich mit meinem Pflegeherrchen einen Ausflug zu
Tante Inge nach Nürnberg gemacht. Die Fahrt dorthin war nicht sehr
anstrengend. Ich hatte ja im Auto die ganze Rücksitzbank für mich
alleine und ab und zu haben wir auch angehalten und sind etwas Gassi
gegangen. Trotzdem, als wir in Tante Inges Wohnung ankamen und ich die
bequeme Couch gesehen habe, konnte ich nicht anders. Ich hab' mich
sofort darauf gelegt und ein Nickerchen gemacht.
Seit kurzem sind wir wieder zurück in Königswinter. Und da habe ich nun
bei einem Spaziergang etwas ganz besonderes entdeckt: einen
Hähnchenstand. Gigerle ess' ich nun einmal für mein Leben gern.
Natürlich hat mir mein Pflegeherrchen auch gleich eines gekauft - wer
kann mir schon etwas abschlagen, wenn ich ihn mit großen Augen ansehe?
Immer wenn ich jetzt durch den Ort gehe, schaue ich, ob nicht der
Hähnchenstand wieder da ist. Doch leider kommt der nur einmal in der
Woche. Naja, soll mir auch Recht sein. Jetzt gibt es jedenfalls jeden
Montag für mein Pflegeherrchen, die Katzen und natürlich für mich ein
leckeres Gigerle...mmh, lecker.


Für Fußball ist man nie zu alt und so bin ich jetzt auf meine
alten Tagen noch unter die Club-Fans gegangen. Das kam folgendermaßen:
Ich war mit meinem Pflegeherrchen einmal wieder bei Tante Inge in
Nürnberg zu Besuch. Dort entdeckte ich dann bei meinem täglichen
Spaziergang im Park am Platnersberg ein Fußballtor, das ich natürlich
prompt in Beschlag nahm und gegen jegliche Angriffe verteidigt habe.
Ist ja wohl Ehrensache.
Mit meiner sportlichen Glanzleistung eroberte ich im Handumdrehen das
Herz der hübschen Hundedame "Trudechen". Mit ihr habe ich sofort
Freundschaft geschlossen. Mein Pflegeherrchen kümmert sich nach wie vor
rührend um mich. Jeden Tag bekomme ich eine gründliche Bürstenmassage
von ihm. Und wenn er mir dann noch meine Lieblingsspeise, ein
"Gigerle", serviert, dann bin ich rundum glücklich bei der Tierhilfe
Franken.


Mein Pflegefrauchen ist Ende Mai nach Nürnberg gefahren, um
sich eine Platte, die ihr vor einem Jahr wegen eines Bruch am
Fußgelenks eingesetzt wurde, entfernen zu lassen.. Pflegeherrchen
Rainer und ich sind in Königswinter geblieben, weil Kater Max wegen
einer Autoimmunerkrankung behandelt und beobachtet werden musste.
Außerdem sollte die Stute Regina (30 Jahre) ein neues Zusatzfutter
bekommen.
In dieser Zeit habe ich sehr oft an der Bank am Ortseingang, ca. 400 m
von unserem Haus entfernt, zusammen mit meinem Pflegeherrchen gesessen.
Manchmal hat mich auch meine Freundin „Hexe“ freudig begrüßt Am
liebsten aber gehe ich auch bei Wind und Regen mit Rainer durch Feld
und Flur.
Jetzt freue ich mich aber auf die Fahrt nach Stöppach zu meinem
Pflegefrauchen. Morgen soll es los gehen.


Peter mit seiner Freundin Hexe

Da hab' ich vielleicht geschaut, als mein tierischer Kumpel Mike plötzlich in Stöppach vor der Tür stand. Er war extra mit seinem Herrchen gekommen, um mich zu besuchen. Ich habe Mike dann natürlich gleich voller Stolz unser Häuschen und den großen Garten hier gezeigt. Der Gute hat nicht schlecht gestaunt und sich prompt ins frische Gras gelegt. Gemeinsam haben wir dann das tolle Sommerwetter genossen. Es war ein herrlicher Tag.
Zur Zeit fühle ich mich wirklich wie ein König. Bei meinen Spaziergängen mit meinem Pflegeherrchen umschwärmen mich die Hundedamen und zu Hause verwöhnt mich die Tierhilfe Franken mit leckerem Futter. Ich bedanke mich dann immer mit einem wohligen Brummen, was mir mittlerweile den Spitznamen "Knuddelbärchen" eingebracht hat. Aber das ist schon ok. Hauptsache, ich werde ausgiebig gekrault, geknuddelt und gebürstet. Und wenn ich dann doch einmal meine Ruhe brauche, lege ich mich in meinen gemütlichen Hundekorb und mache ein kleines Nickerchen. Der Korb ist so bequem, dass sich auch Kater Max gelegentlich hineinschleicht. Ich bin ihm deswegen aber nicht böse und lasse ihn gern gewähren, schließlich sind wir zwei ja richtig dicke Freunde.

Die Sommerhitze ist vorbei und endlich machen mir meine Spaziergänge wieder so richtig Spaß. Das liegt natürlich auch daran, dass ich neue Freunde gefunden habe. Nicht weit von meinem Zuhause habe ich nämlich eine Pferdekoppel entdeckt. Ich muss zugeben, zuerst hatte ich schon etwas Respekt vor den beiden Fohlen, die dort herumtollen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und so habe mich dann einfach Stück für Stück an die zwei herangepirscht. Mittlerweile sind wir schon richtig tierisch gute Freunde geworden und ich freue mich jedesmal, wenn ich die munteren Pferdekinder sehe.

Das war die beste Idee, die ich seit langem hatte. Ich habe nämlich alle meine Lieben zum Adventskaffee eingeladen. Die haben sich natürlich riesig darüber gefreut und mir immer wieder Komplimente gemacht, wie gut ich für mein Alter aussehe und wie sehr mein Fell glänzt. Auch Margie Bauer, die mich damals gerettet hat, und Carmen Baur von der Tierhilfe Franken waren da. Und die hat mir sogar mein Lieblingsessen mitgebracht: Hühnchen. Mmmh, war das lecker.

Kaum zu glauben, aber die Kälte im Winter tut meinen alten Knochen richtig gut. Ich freue mich jeden Tag so auf meinen Spaziergang wie schon lange nicht mehr. Vielleicht auch deswegen, weil ich eine neue Entdeckung gemacht habe: ein Vogelhäuschen in unserem Garten.

Es ist richtig lustig anzuschauen, wie sich die kleinen Vögel in der Winterzeit dort ihre Bäuche vollschlagen. Ich habe jetzt die ehrenvolle Aufgabe übernommen, jeden Tag nachzusehen, ob auch genug Futter im Vogelhäuschen ist. Manchmal aber passiert es dann, dass plötzlich alle Vögel Angst bekommen und davonfliegen, wenn ich meine Schnauze in das Häuschen stecke. Warum bloß? Ich mein's doch nur gut.


Zu zweit macht Spazierengehen einfach doppelt Spaß. Und deshalb dreh’ ich jetzt so oft es eben geht eine kleine Runde mit meinem Kumpel. Ihr glaubt gar nicht, was wir da alles entdecken. Vor allem jetzt im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben. Überall sind kleine Tierchen unterwegs, krabbeln Käferchen auf Blättern und schlüpfen Mäuse durchs Unterholz. Meine Augen sind für mein Alter zwar noch ganz gut, aber alles sehe ich trotzdem nicht. Egal, dafür hab’ ich ja meinen Kumpel. Zu zweit entgeht uns einfach nichts.
So langsam merke ich mein Alter ganz schön. Wenn ich mit meinem Herrchen
spazieren gehe, muss ich immer öfter eine Verschnaufpause einlegen. Ich hoffe
nur, dass der Sommer nicht allzu heiß wird, denn hohe Temperaturen machen mir
mehr und mehr zu schaffen. Aber zum Glück gibt’s ja meine süße „Goldi“ Freundin. Wann immer ich sie sehe, schlägt
mein Herz gleich schneller und ich fühle mich wieder wie in den besten Jahren.
Alte Knochen hin oder her – ich steh’ eben auf Blondinen.

Peter lebt nicht mehr.
Die Hitze hat Peter von Tag zu Tag mehr zu schaffen gemacht. Sein Gang wurde immer schwerer, die Pausen immer länger und die Wege kürzer. An den beiden letzten Tagen schaute er sein Pflegeherrchen immer wieder ganz ganz lange an. Sanftmütig, dankbar, mit einem besonderen Ausdruck in den Augen. Es war ein verlorener Blick, ein Blick in die Ferne, in eine unbekannte Zukunft.
Drei von den Katzen der Pflegefamilie haben Peter an den letzten Tagen abwechselnd auf den Spaziergängen begleitet. Erst später wurde allen klar, dass sie sich auf diese Weise von Peter verabschiedet haben.
Peter hat sich in der Straße drei Stellen ausgesucht, wo er immer sehr lange
ausgeruht hat. Am letzten Tag hat er sich unter einen Strauch auf der anderen
Straßenseite gelegt, um Abschied zu nehmen. Von dort aus konnte er auf sein
Haus sehen.
Etliche Hunde kamen vorbei. Peter stand auf, bellte - ganz anders als sonst -
und legte sich wieder hin. Es war wie ein Defilee. Schließlich reichte seine Kraft
nicht mehr, um aufzustehen.
Er ist in Würde gestorben. Seine letzte Ruhestätte (Urnengrab) wird er im Garten
seiner Pflegefamilie haben.
Peter war ein ganz besonderer Hund, ein besonderes Geschöpf. Wir wagen zu sagen, ein Geschöpf Gottes. Sein starker Charakter, seine tiefe Zuneigung haben uns sehr beeindruckt. In Gedanken wird er immer bei uns sein, unser Peter.


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(Januar 2010)
Peter im
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(März 2010)
Peter auf der Pirsch
(April 2010)
Name: Peter
Geschlecht: männlich
Sie können Peter mit einer Patenschaft unterstützen. Schicken Sie uns
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[PDF]
Frau Carmen Baur
09151 / 82 69 0
Frau Sonja Gutschker
09152 / 92 18 90